TLPE - Thüringer Landesverband Psychiatrie‑Erfahrener e.V.

Der Verband für seelische Gesundheit

Tel.: 0361 2658433Mail: buero@tlpe.deSprechzeiten: Di. + Do. von 8:00 - 12:00 Uhr und nach Absprache

Herzlich willkommen beim

Thüringer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. -

dem Verband für seelische Gesundheit

Wir sind eine Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung auf der Suche nach Balance im Leben.

Durch viel Erfahrung mit Selbsthilfe sind wir überzeugt davon, dass sie ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg in ein aktives, selbstbestimmtes Leben ist.

UNSER LEITBILD

Wir sind eine Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung auf der Suche nach Balance im Leben. Wir haben viel Erfahrung mit Selbsthilfe und sind überzeugt davon, dass sie ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg in ein aktives, selbstbestimmtes Leben ist. Wir vertreten die Interessen psychisch erkrankter Menschen in Thüringen. Sie finden bei uns Annahme, Verständnis und Hilfsangebote. Unsere Beratungen sind unentgeltlich und wir unterliegen der Schweigepflicht.

„Willst Du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen – und keinen Gelehrten!“

Unsere Zielgruppen:

➢ Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder Mehrfachbehinderung
➢ Angehörige und Freunde
➢ Arbeitgeber und Arbeitnehmer
➢ Verbände und Institutionen
➢ Selbsthilfegruppen und Menschen, die eine Gruppe gründen möchten sowie
➢ alle interessierten Bürger

Unsere Mitarbeiter*innen:

haben viel eigene Erfahrung mit verschiedenen Krankheitsbildern oder Erfahrungen mit betroffenen Angehörigen oder Freunden. Sie verfügen so über sehr viel Empathie und Verständnis für die Bedürfnisse der Ratsuchenden. Qualifikations- und Ausbildungsmaßnahmen runden diese Erfahrung methodisch ab, wodurch wir professionelle Beratung auf Augenhöhe gewährleisten.

Unsere Ethik:

Wir setzen uns für ein Weltverständnis ein, in dem – sofern dadurch niemand anders geschädigt oder verletzt wird – alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihres Alters, ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung und/oder auch ihrer Handicaps, die gleichen Rechte und Pflichten haben. Wir achten auf einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen.

Unser Wirkungskreis:

➢ Wir informieren in der Öffentlichkeit über seelische Erkrankungen und deren Entstehung. Wir streben an, Vorurteile gegenüber Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen abzubauen und zeigen Wege auf, wo und wie ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben möglich ist.
➢ Wir stärken die Lobby für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und deren Einfluss auf die Gesetzgebung, indem wir uns für Mitsprache und Beteiligung Betroffener an der Landes- und Kommunalpolitik in Thüringen einsetzen.
➢ Durch Erfahrungsaustausch im Trialog zwischen Betroffenen, Angehörigen und Behandelnden tragen wir zu gegenseitigem Verständnis und respektvollem Umgang miteinander bei.
➢ Mit der UN-Behindertenrechtskonvention setzen wir uns für das Recht eines jeden Menschen ein, im vollen Umfang am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
➢ Als Mitglied der Besuchskommission setzen wir uns für die Wahrung der Menschen- und Patientenrechte in der Psychiatrie ein.
➢ Wir verbessern die Lebensrealitäten und Entwicklungschancen.
➢ Wir unterstützen unsere Ratsuchenden dabei, gut zu leben, anstatt nur zu überleben!
➢ Wir bauen unsere erfolgreiche Arbeit bedarfsgerecht weiter aus.

Unsere Methoden und Arbeitsgrundsätze:

Ganzheitlich

Ganzheitlich zu arbeiten, bedeutet für uns, die Erkrankung als Teilaspekt im Leben der Ratsuchenden zu verstehen. Neben der krankheitsspezifischen Thematik werden auch andere relevante Aspekte inhaltlich bearbeitet. Die Persönlichkeit der Ratsuchenden, ihre Erfahrungen, ihre aktuelle Lebensrealität, ihr Lebensumfeld und ihre eigenen Wünsche, Themen und Zielvorstellungen fließen in die Beratung ein und werden angemessen berücksichtigt.

Niedrigschwellig

Niedrigschwellig zu arbeiten, bedeutet den Zugang zu unseren Hilfsangeboten so zu gestalten, dass sie von Ratsuchenden ohne große Hürden, schnell und unbürokratisch in Anspruch genommen werden können.

Akzeptierend, respektvoll, wertschätzend

Wir arbeiten achtsam, respektvoll und akzeptieren die von den Ratsuchenden gesetzten Grenzen. In der Beratung akzeptierend zu arbeiten, bedeutet auch, Menschen zu betreuen und zu unterstützen, die sich nicht mit ihren Anliegen an eine soziale/psychosoziale Einrichtung wenden wollen.

Empathisch

Die Ratsuchenden in ihrer Situation, ihrer Wahrnehmung, ihrem Verhalten sowie in ihren Zielen, Wünschen und Bedürfnissen wirklich zu verstehen, bildet die Grundlage unseres Handelns.

Lösungsorientiert

Nicht das Problem, sondern die Lösungen und Veränderungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt zu stellen, bedeutet für uns lösungsorientiert zu arbeiten.

Ressourcenorientiert

Hintergrund des ressourcenorientierten Ansatzes ist für uns das Wissen, dass die Ratsuchenden eine Vielfalt an Fähigkeiten und Kompetenzen besitzen. Unsere Aufgabe ist es, diese Ressourcen bewusst zu machen und mit den Ratsuchenden zu erarbeiten, wie sie diese Kräfte positiv und unterstützend für sich nutzen können.

Zielorientiert

Zielorientiert zu unterstützen bedeutet, mit den Ratsuchenden kleine realistische wohlgestaltete Ziele hin zu einem Fernziel zu erarbeiten.

Transparent

Wir treffen mit den Ratsuchenden gemeinsame individuelle Zielvereinbarungen und erklären unsere Methoden.
Wir sind in unserem Handeln und in der Wahrnehmung offen und authentisch.

 

Hilfe – für Sie und andere

Mit großer Sorge verfolgen wir die dramatischen Nachrichten aus der Ukraine. Der Krieg bedeutet für sehr viele Menschen großes Leid, Angst und Ungewissheit. Nichts ist mehr so unbeschwert und schön wie vor dem Krieg. Millionen Menschen haben ihre Heimat verlassen und sind unter schwierigen Bedingungen in benachbarte Länder geflohen.

Wir können uns das nicht einmal im Ansatz vorstellen.

Wir können aber helfen! Die geflüchteten Menschen brauchen jetzt Ruhe und Verständnis, aber auch eine Gemeinschaft, in der sie gut aufgenommen werden.

Für die im Kriegsgebiet verbliebenen Menschen können wir Geld spenden. So können die Hilfsorganisationen die dringend notwendigen Medikamente, Lebensmittel und andere lebenswichtigen Dinge kaufen. Sie kennen sich mit solchen Krisen aus und wissen genau, wie die Hilfe ankommt.

 

Hier ist die Bankverbindung für alle, die Geld spenden möchten:

Aktion Deutschland Hilft

Spendenstichwort: Nothilfe Ukraine
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
Spendenhotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)

 

Wenn der Krieg Angst macht – Hilfe und Tipps

Die Bilder aus dem Kriegsgebiet mit zerbombten Häusern und weinenden Kindern, Frauen und auch Männern macht uns Angst. Der Krieg ist nicht irgendwo auf einem anderen Kontinent unserer Erde, sondern in Europa. Die Kriegsangst kommt zu einer Zeit, wo die eigene Psyche bereits durch die CORONA Krise belastet und geschwächt ist.

Wir geben Ihnen einige Tipps, wie Sie sich schützen und stärken können:

  1. reduzieren Sie die Tagesnachrichten, und schauen oder hören Sie nur seriöse Nachrichten.
  2. damit die Sorgen und Ängste nicht überhandnehmen, sprechen Sie mit anderen Menschen darüber und tauschen Sie sich aus.
  3. die Telefonseelsorge und Verbände, die sich mit psychischen Erkrankungen auskennen, können den Kummer lindern, indem sie zuhören.
  4. wenn Sie möchten, können Sie auch in die Kirchen gehen und beten. Sie legen Ihre Sorgen in Gottes Hand.
  5. Sie können mit einer Spende helfen.
  6. suchen Sie sich professionelle Hilfe, wenn die Angst Sie nicht mehr schlafen lässt und Ihre Gedanken sich nur noch mit dem Kriegsgeschehen beschäftigen.
  7. sprechen Sie mit Ihren Kindern, wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind Angst hat. Fragen Sie nach deren Gefühlen und Ängste. Vermitteln Sie, dass Ihr Kind jederzeit mit Fragen zu Ihnen kommen kann und räumen Sie mit Missverständnissen/Fehlinformationen auf.
  8. ältere Menschen haben vielleicht schon einen Krieg miterlebt und das Angstgedächtnis lebt wieder auf. Hören Sie ihnen gut zu, um die Angst zu verstehen. Bleiben Sie nicht in dem vergangenen Krieg, sondern fragen nach dem hier und jetzt. Vergleiche und Unterschiede helfen, dass die Erfahrung nicht 1:1 übertragen wird.
  9. die Natur ist im Begriff zu erwachen. Gehen Sie raus und erfreuen sich an der Vielfalt der Natur. Negative Gedanken und Angst treten in den Hintergrund.
  10. treiben Sie in der Natur Sport – vielleicht gemeinsam mit Ihren Nachbarn?

Sicherlich fallen Ihnen jetzt noch weitere Tipps ein. Wir wünschen Ihnen auf jedem Fall viel Erfolg und viele Möglichkeiten Ihre innere Kraft zu stärken.

Das Team des TLPE e.V.